Von 0 auf 100 – Digitalisierung auf dem Vormarsch

Lukas Wagner

Lukas Wagner

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Die Corona-Pandemie stellt immer noch die ganze Welt auf den Kopf. Das Leben der Menschen hat sich schlagartig von einem Tag auf den anderen verändert. Drinnen bleiben ist auf einmal keine Option mehr, sondern Pflicht. Da muss man schon kreativ sein, damit einem nicht die Decke auf den Kopf fällt. Viele von uns entdecken während dieser Zeit das gute, alte Brettspiel wieder. Glücklich sind jene, die mit Partner oder Partnerin eine Runde zocken können.
Allein lebende Brettspiel-Fans jedoch sehen sich mit dem Problem konfrontiert, dass der wöchentliche Spieleabend in geselliger Runde mit Freunden gestrichen ist.

Brettspielende Digitalisierungsenthusiasten haben aber schon seit einiger Zeit eine Lösung parat, die im Verlauf der Pandemie immer mehr Bekanntheit gewann: Plattformen im Internet, wo man Brettspiele mit seinen Freunden oder fremden Spielern am PC oder Smartphone zocken konnte. Dies ist nur einer der vielen Trends, die von Corona befeuert werden und wohl auch in Zukunft Bestand haben werden, denn die Krise ist noch lange nicht ausgestanden. Auch die Brettspielbranche ist sich dessen bewusst, und wird ihre digitale Produktpalette immer weiter ausbauen.

Spieleverlage mit deutlichem Umsatzplus in 2020

Die Spieleverlage gehören zu den großen Profiteuren der Krise. Der Absatz von Kinderspielen steigerte sich allein 2020 um 13 Prozent, im Bereich der Spiele für Erwachsene sogar um 30 Prozent. Dabei waren Puzzles mit einem Verkaufsplus von 61 Prozent für Erwachsenen-Puzzles und 20 Prozent für Kinderpuzzles die klaren Sieger.

Doch auch Gesellschaftsspiele wurden von vielen Deutschen wiederentdeckt, um der manchmal schier unerträglichen Langeweile ein Ende zu setzen. Die Verlage sind immer noch positiv gestimmt und glauben, dass die Krise ihnen nachhaltig einen Schub verliehen hat. Schließlich haben zahlreiche Menschen, die bisher nicht viel mit Gesellschafsspielen oder Puzzles am Hut hatten, während des Lockdowns ein neues Hobby für sich entdeckt, was sie auch in Zukunft treue Kunden bleiben lässt. Da auch das Jahr 2021 von Einschränkungen geprägt sein wird, spricht alles dafür, dass es für die Spieleverlage ein ähnlich gutes Jahr werden wird wie 2020.

Die digitale Transformation der Brettspielbranche

Die bereits erwähnten Singles und Spielegruppen, die sich nicht mit anderen zum Brettspielabend treffen können, suchten stattdessen online nach Lösungen – und werden schnell fündig. Portale wie die Board Game Arena oder Tabletopia verzeichneten 2020 einen großen Zuwachs an Neuanmeldungen und erfreuen sich seither großer Beliebtheit. Auf diesen Portalen sind zum Teil mehr als tausend Brettspiele so implementiert, dass sie auch online Spaß machen und der analogen Variante möglichst ähnlich sind. Das Potenzial, was die Portierung eines Brettspiels in die digitale Welt bietet, haben auch die Spieleverlage längst erkannt.

Die sonst eher konservativ eingestellte Branche ist bestrebt, zumindest einen Teil ihrer Produktpalette in digitaler Form zugänglich zu machen. Bei analogen Brettspielen stehen das reale Erleben und Interagieren mit echten Teilen (wie z.B. Spielfiguren, Würfeln, Karten oder Papier und Stiften) im Vordergrund. Das Wegfallen der haptischen Erfahrungen soll künftig aber laut Vertretern der Spielebranche kein Grund mehr sein, sich nicht der digitalen Welt zu öffnen.

Alea digitalis iacta est – Der digitale Würfel ist gefallen

Die haptische Erfahrung macht für viele Spieler den Charme an einem Brettspiel mit Freunden aus. Um die analoge Welt mit der digitalen Welt zu verschmelzen, haben wir von unidice uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen: einen echten Würfel, ausgestattet mit sechs Touchscreen-Displays. Spieler können ihre eigenen Symbole auf den Würfel laden und diese je nach Spiel anzeigen lassen. So lässt sich der unidice für jedes beliebige Spiel einsetzen, den Nutzern sind keine Grenzen gesetzt.

Auch Pen-&-Paper-Fans eröffnet der unidice ganz neue Möglichkeiten und animiert dazu, eigene Spiele und Kampagnen zu entwickeln. Spieler sind nicht beschränkt, was die Einsatzzwecke des Würfels betreffen und können ihn für beliebige Spiele einsetzen. Durch die Vernetzung mittels einer App treten die Spieler miteinander in Kontakt, sodass alle sehen können, was die anderen gewürfelt haben.

Es ist unser Beitrag dazu, das Brettspiel sowohl in seiner digitalen als auch in seiner analogen Form noch erlebbarer zu machen. Denn wir alle wissen: Ein gemütlicher Spieleabend, bei dem man mit seinen Freunden gemeinsam in einem Zimmer an einem Tisch sitzt und Spaß hat, wird immer das Non-Plus-Ultra bleiben.

Bild: Brettspiele haben während der Pandemie eine Renaissance erlebt – vor allem digital. Bildquelle: CompLady via pixabay.com

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